Gestoppte MAX-App: Ein einzelner Auftrag kostet Jakala 48 Stellen
Die Digitalagentur Jakala verliert ihren Auftrag für die MAX-App der Hamburger Hochbahn und muss deshalb 48 Arbeitsplätze abbauen. Das berichtet new business am 28.09.2026 unter Berufung auf das Hamburger Abendblatt. Der Fall zeigt, wie eng bei Agenturen, die Produkte statt Kampagnen entwickeln, ein ganzes Team an einem Kunden hängen kann.
Nach Angaben von Jakala-Geschäftsführer Panos Meyer hat ihm Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks mitgeteilt, dass die Hochbahn das Projekt MAX nicht weiterverfolgt. Der Vertrag läuft Ende 2026 aus und wird nicht verlängert. Jakala arbeitet laut new business seit sieben Jahren für die Hochbahn, die Entwicklung der App hat nach Angaben eines Hochbahn-Sprechers bisher 1,8 Millionen Euro gekostet.
Weiter geht dagegen die One-App, in der die HVV-App und HVV Switch zusammengeführt werden. Ob auch HVV Switch nicht mehr weiterentwickelt wird, ist strittig: Jakala sagt ja, die Hochbahn hat einen Entwicklungsstopp dementiert, berichtet Nahverkehr Hamburg.
Kampagnenetats lassen sich nach einem Verlust oft mit anderen Kunden auffüllen. Ein Plattformauftrag über mehrere Jahre nicht. Wer für öffentliche Auftraggeber Apps baut, stellt dafür Entwickler, Designer und Produktleute ein, die an genau diesem System arbeiten; kippt die Entscheidung beim Auftraggeber, trifft das die Agentur mit voller Wucht, selbst nach sieben Jahren Zusammenarbeit. Offen ist, ob Jakala Teile des Teams in der One-App oder bei anderen Verkehrsunternehmen unterbringt. Klarheit gibt es spätestens zum Jahresende, wenn der Vertrag mit der Hochbahn ausläuft.