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Meta will KI an Unternehmen verkaufen, nicht nur Anzeigen: MongoDB-Chef soll es richten

Mit der Meta Enterprise Platform bietet Meta Unternehmen seine KI-Agenten an. Geführt wird die Sparte von CJ Desai, bisher Chef von MongoDB.

Meta baut neben dem Werbegeschäft eine zweite Säule auf. Mit der Meta Enterprise Platform will der Konzern seine KI-Technik als Produkt an Unternehmen verkaufen, wie Mark Zuckerberg am 28.09.2026 im Meta Newsroom mitteilte. Die Leitung übernimmt Chirantan „CJ“ Desai, bis dahin Chef des Datenbankanbieters MongoDB.

Zum Start soll die Sparte den ganzen Technik-Stapel anbieten: den KI-Agenten Muse, den Meta Business Agent, die Muse API und Muse Code. Zuckerberg nennt die Neugründung „die nächste große Säule unseres Geschäfts“ („the next major pillar of our business“). Desai berichtet direkt an ihn. Er kommt nach weniger als einem Jahr bei MongoDB, zuvor leitete er Produkt und Technik bei Cloudflare und war bei ServiceNow unter anderem Präsident und COO. Die MongoDB-Aktie verlor nach der Nachricht laut CNBC mehr als 18 Prozent.

Die Bausteine sind nicht neu. Den Business Agent für den Kundenkontakt hatte Meta am 03.06.2026 vorgestellt, Muse am 08.09.2026. Neu ist, dass Meta sie gebündelt als Unternehmenssoftware verkaufen will. Desai wirbt dabei ausdrücklich mit Metas Erfahrung, „Millionen Werbekunden“ beim Wachsen zu helfen.

Die Werbekundenbeziehung wird zum Vertriebskanal#

Der Anbieter, bei dem Werbetreibende Reichweite kaufen, will ihnen künftig auch die KI für Kundenservice und interne Abläufe liefern. Damit rückt Meta in das Geschäft mit Unternehmenssoftware, aus dem auch sein neuer Spartenchef kommt. Den Zugang zu den Kunden hat Meta über das Anzeigengeschäft bereits.

Agenturen, die für Kunden Meta-Kampagnen und Chatbots betreuen, sollten klären, wer künftig die Beziehung zu Metas Enterprise-Vertrieb führt, bevor Meta selbst beim Kunden anklopft.